CDU: Ostbad als “Chlorbad” erhalten und Schleichersee in Naturbad umwandeln !
Ein Thema, das die Gemueter schon in der Vergangenheit heftig bewegt hat, erhaelt aktuelle Brisanz.
Nach Auffassung des stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden und Stadtrat Guntram Wothly sollte “als vernuenftige Loesung” das Ostbad als “Chlorbad” erhalten und der Schleichersee in ein Naturbad umgewandelt werden. Das ist die Auswertung und politische Schlussfolgerung des Vizechefs der Jenaer CDU nach der juengsten Informationsreise von Kommunalpolitikern diese Woche nach Bielefeld und Mettmann in Nordrhein-Westfalen. Auf Veranlassung von Buergermeister Frank Schenker hatten Mitglieder des Jenaer Baederbeirats und interessierte Jenaer Stadtraete diese Informationstour gestartet. Die Delegation nahm Naturbaeder unter die Lupe – um sachlich abzuklaeren, ob das Ostbad nunmehr Natur- oder Chlorbad werden soll.
Fuer den Vizechef der Jenaer CDU sind vier Aspekte relevant und ausschlaggebend dafuer, das Ostbad als Chlorbad zu erhalten.
Erstens: Der aesthetische Aspekt, sprich die extrem grosse Anzahl von Algen. Da stelle sich fuer den Buerger schon die Frage, ob angesichts von voraussichtlichen Sanierungskosten in Hoehe von etwa 3,2 Millionen Euro die Bedenken und Vorbehalte nicht verstaerkt zunehmen muessten.
Zweitens: Die Instandhaltungskosten. Es muessten 4 bis 5 Arbeitskraefte allein fuer die Reinigung des Becken-Innenbereichs zur Verfuegung stehen.
Drittens: Laut der erhaltenen Erkenntnisse dieser Stippvisite muessten in einem bestimmten Zeitraum circa 100 Liter Brunnenwasser pro Badegast jeweils ausgetauscht werden, weil nur so eine konstante Wasserqualitaet gewaehrleistet werden kann ( Die Wassertemperatur liegt maximal bei nicht ueber 20 Grad, da das Brunnenwasser allein 11 Grad hat und damit im Bedarfsfall je nach Witterung fuer die Badegaeste zu kalt ist.).
Viertens: Es gelte, das gegenwaertige sozialvertraegliche Preisniveau fuer die Benutzung des Ostbades zu erhalten.
CDU-Stadtrat und Vize-Parteichef Guntram Wothly zieht deshalb in Auswertung dieser Info-Tour ein klares Fazit: Die vernuenftige Loesung ist die Sanierung des Ostbades als “Chlor-Bad” und die so eingesparten moeglichen finanziellen Ressourcen dazu zu nutzen, den Schleichersee auszubaggern und dann als Naturbad-Variante mit einem Naturfilter umzuwandeln, sodass auf diesem Wege in Jena eine Baedervielfalt erhalten werden kann und jeder Badegast seinen Beduerfnissen entsprechend ein attraktives Angebot zur Auswahl hat,” so CDU-Stadtrat Guntram Wothly abschliessend.
Berichterstattung bei Jenapolis
Und bei der OTZ
Fotos von der Informationsreise unserer Stadträte finden Sie wie immer bei flickr:
Auf Initiative des CDU-Kreisvorsitzenden und CDU-Stadtrats Prof. Dietmar Schuchardt ist eine Delegation der Stadt Jena mit Bürgermeister Frank Schenker (CDU), Herr Ehrenberg (als Vertreter der Verwaltung und Leiter des Bildungsservice) und CDU-Stadtrat Guntram Wothly zu einer Informationsreise nach Dresden gefahren. Anlass für diese Reise war, vor Ort in Dresden Pavillonmodelle anzuschauen, die aufgrund ihrer Bauweise schnell und flexibel einsetzbar sind.
Aktueller Hintergrund für die Fahrt in die sächsische Landeshauptstadt ist der zu erwartende akute Bedarf an zusätzlichen Kita- und Grundschulgebäuden. Der Neubau eines herkömmlichen Gebäudes in konventioneller Bauweise mit Genehmigungsphase dauert etwa drei Jahre und bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich.
Dagegen dauert die Errichtung einer mobilen Raumeinheit etwa ein Jahr und kostet je nach Größe circa eine Million Euro.
Vier verschiedene realisierte Modelle wurden von der Jenaer Delegation unter die Lupe genommen und analysiert. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass die Pavillonbauweise eine kurz- bis mittelfristige Lösung sein kann, um das Problem des verschärften Raummangels in diesem Bereich zu beheben. Die Nutzungsqualität ist vergleichbar mit der konventioneller Bauten.
„Damit bietet sich eine gute Möglichkeit im Kita- und Grundschulbereich, mittelfristig einen Teil des erhöhten Bedarfs zu vertretbaren Kosten abzufedern“, so Prof. Schuchardt.
Für einen Planungskorridor von weit jenseits 20 Jahren ist der konservative Neubau dagegen weiterhin die beste Lösung.
“Jena tut gut daran, auch langfristig auf einen Kinderzuwachs zu setzen”, so CDU-Stadtrat Guntram Wothly im Rückblick auf diese Informationsreise nach Dresden.
Bedingt durch den sehr geringen Wohnungsleerstand sowie einen hohen Bedarf an Wohnraum sowohl im Niedrig- als auch im preisintensiven Segment sieht die CDU-Stadtratsfraktion einen dringenden Handlungsbedarf für die Jenaer Stadtpolitik auf dem weiten Feld des Wohnungsbaus, so ihr Vorsitzender Reyk Seela. Um diese kommunalpolitische Herausforderung nun konsequent und schrittweise in den kommenden Jahren aufzulösen, soll sich die Stadtpolitik nach dem Willen der CDU jetzt intensiver mit diesem brennenden Thema beschäftigen. Zumal diese Frage eine entscheidende für die künftige Entwicklung des Universitäts- und Wirtschaftsstandortes Jena sein werde, der auf Wachstum auch bei der Bevölkerungspolitik setzen müsse, so Seela.
Konkrete Vorschläge der CDU-Fraktion sind: Als erster Schritt soll mittels einer Art „Wohnungsbau-Atlas“ ein Überblick verschafft werden über sämtliche potentiellen Standorte, an denen innerhalb des Stadtgebietes Jena künftig durch private Anbieter oder die vorhandenen Wohnungsbaugesellschaften noch zusätzlicher neuer Wohnraum geschaffen werden könne, so Seela. Von Interesse sei dabei allerdings nicht nur die Schaffung von Ein- und Mehrfamilienwohnhäusern, sondern ebenfalls die für Jena wichtige Frage nach Wohnraum für Studenten sowie die Möglichkeiten des sozialen und der immer akuter werdende altersgerechte Wohnungsbau in Jena.
Als zweiter Schritt nach Kenntnis der Möglichkeiten und Potentiale auf dem Gebiet des Wohnungsbaus verlangt die CDU-Fraktion schließlich konkrete Maßnahmen zur „Mobilisierung“ dieser potentiellen Flächen für den Wohnungsbaumarkt, d.h. zu deren Bereitstellung bzw. Veräußerung auf dem Wohnungsbaumarkt. Hier sehe man aus stadtpolitischer Sicht, so Seela, vor allem das städtische Unternehmen KIJ mit seinem enormen Pool an Flächen in der Pflicht, das eine entsprechende Strategie entwickeln müsse. Der zeitliche Rahmen sowie die Aufstellung von Prioritäten bei der Entscheidung, welcher Wohnungsbau an welchem Standort zu organisieren sei, ob zum Beispiel der Bau von Einfamilienhäusern der Schaffung von studentischem und altersgerechtem Wohnraum vorzuziehen ist, sind Fragen, die langfristig zu klären sind. Mit einer entsprechenden Beschlussvorlage für den kommenden Stadtrat möchte die CDU wieder etwas mehr Bewegung in die seit Jahren andauernde politische Diskussion bringen und damit der strategischen Lösung etwas näher kommen.
Reyk Seela
Vorsitzender der CDU-Fraktion im Jenaer Stadtrat