Schneller 5G-Mobilfunkstandard für Jena
Koppe

Jena ist unter den ersten Teilnehmern des 5G-Innovationswettbewerbs

Bereits im vergangenen Jahr hat Jena den Zuschlag im 5G-Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erhalten. Mit einem Projekt zur 5G-basierten Vernetzung aller Arten von Verkehrsteilnehmern konnte Jena mit seinen Partnern überzeugen und wurde als eine der 10 besten Einreichungen ausgezeichnet.

Jena setzte sich damit gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durch. Bundesminister Andreas Scheuer erklärte: „Die Resonanz auf unseren 5G-Innovationswettbewerb ist überragend - und, wie sich jetzt gezeigt hat, sind die Ergebnisse das auch. Quer durch Deutschland fördern wir von heute an Projekte, die echte Pionierarbeit auf ganz unterschiedlichen Gebieten leisten. Ob in Landwirtschaft, Mobilität oder Rettungswesen - sie alle werden ganz konkret zeigen, wie 5G unseren Alltag verbessern kann. Und das Beste ist: Mit den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm können wir viele weitere Kommunen bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützen. Die Entwicklung zeigt: Wir können Deutschland international zum Vorreiter bei 5G machen.“

Dass Jena bei dieser Vorreiterrolle eine zentrale Position einnehmen soll, zeigt die Übergabe des Förderbescheides über 3,9 Mio. Euro auf einer virtuellen Konferenz am 26.01.2021. Mit diesen Geldern soll in Jena unter anderem die Vernetzung von Verkehrsteilnehmern (ÖPNV, MIV, Fahrräder, E-Roller, Fußgänger) mittels Echtzeitdaten durchgeführt und analysiert werden. Dazu zählen aber auch die 5G-Anbindung der Fahrzeugsensorik im ÖPNV, wie ABS- und ESP-Sensoren oder Wegzähler sowie eine Anbindung von stationären Lichtsignalanlagen. Eine App soll als zusätzliche Quelle von Informationen aus dem Individualverkehr dienen und als Rückkanal individuelle Verkehrsinformationen in Echtzeit anbieten.

Die am Projekt beteiligten Partner kommen aus der regionalen Wirtschaft in Thüringen und Sachsen (Data in Motion, INAVET), aus Forschungseinrichtungen (TU Dresden, TH Mittweida) und aus der kommunalen Verwaltung sowie städtischen Betrieben (KSJ, Stadtwerke Jena Netze, Jenaer Nahverkehr). Wir sind aber auch sehr stolz darauf, die Telekom und Vodafone, als assoziierte Partner gewonnen zu haben. Dadurch verfügt Jena bereits seit Mitte 2020 über eine flächendeckende 5G-Versorgung.

Benjamin Koppe weiß um die Signalwirkung des Projektes: „Nun beginnt die Arbeit am Projekt, wir als Verwaltung und unsere Partner sind startklar. Ziel ist es, 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen umzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Mobilitätsverhaltens, der Verkehrssicherheit und zur Entlastung der Umwelt zu leisten. Gleichzeitig kann die Digitalwirtschaft in Jena wichtige Impulse zur Umsetzung beisteuern. Auf die Zusammenarbeit bin ich äußerst gespannt und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.”