Landesregierung sieht keinen Bedarf für zusätzlichen Lärmschutz in Maua
Mario Voigt Und Richard Machnik Im Thueringer Landtag

Voigt und Machnik fordern erneute Messung und Nachbesserung der Lärmschutzmaßnahmen

Landesregierung sieht keinen Bedarf für zusätzlichen Lärmschutz in Maua

Der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Mario Voigt und der Stadtrat Richard Machnik (beide CDU) fordern die Landesregierung und die Stadt dazu auf, die Lärmbelastung der Bewohner in Maua durch die anliegende Autobahn nachzuprüfen und bei einer Überschreitung der Immissionsgrenzwerte entsprechende Nachbesserungen der Lärmschutzmaßnahmen durchzuführen.

Gemeinsam haben Voigt und Machnik die prekäre Situation der Bewohner in Maua zum Thema einer kleinen Anfrage an die Landesregierung gemacht. Die beiden Politiker wollten wissen, welche Lärmschutzmaßnahmen derzeit bestehen, wie die Ergebnisse der Lärmmessungen ausfielen und welche Möglichkeiten es für zusätzlichen Lärmschutz gibt.

Die Antwort fiel ernüchternd aus. Nach Information der Landesregierung fanden vor und nach der Fertigstellung des Jagdbergtunnels keine offiziellen Messungen durch die für den Bau verantwortliche Straßenbauverwaltung Thüringen im Ortsteil Maua statt. Damit ist eine Einschätzung nicht möglich, ob und wie die errichteten Lärmschutzmaßnahmen Wirkung erzielen. Leider werden auch nicht die Messungen der Anwohner berücksichtig, obwohl diese 17 Überschreitungen festgestellt haben.

Kein Verständnis hat Richard Machnik dafür, dass die während der Bauarbeiten errichteten Erdhügel wieder beseitigt worden und so der Lärmschutzwall verringert wurde. Haben diese doch, nach Aussagen der Anwohner, erheblich zur Lärmminderung beigetragen.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass sich die Situation um den Autobahnlärm mit dem Bau des Jagdbergtunnels verbessert hat. Bestanden vorher auf dem Autobahnabschnitt bei Maua keine Lärmschutzmaßnahmen, wurden mit dem Bau Lärmschutzwälle errichtet und ein lärmmindernder Fahrbahnbelag aufgebracht. Die Antwort, inwieweit diese Maßnahmen zu einer Lärmreduzierung in Maua geführt haben, bleibt die Landesregierung jedoch schuldig.